Geboren in Nordfriesland studierte ich zunächst Theologie und Philosophie in Tübingen und wurde Lehrer an Hamburger Gymnasien. Während meines Zivildienstes durfte ich Asylsuchende beraten und betreuen.

Ich ging ans Theater und half viele Jahre lang internationale Tanz- und Theaterfestivals zu organisieren. Während dieser Zeit konnte ich verschiedene Bühnen- und Beleuchtungsdesigns entwickeln, arbeitete als Dozent für Theatertechnik an der Fachhochschule und betreute internationale Tanz- und Theatergruppen.

Als Direktor des OSZE-Fonds "Verteidigung unserer Zukunft" war ich anschließend einige Jahre in Wien tätig. In enger Zusammenarbeit mit UN-Agenturen, privaten Sponsoren und verschiedenen europäischen Außenämtern organisierte ich von 2001 bis 2003 das Projekt "mobile.culture.container" - ein Medien- und Versöhnungsvorhaben für Jugendliche in kriegsberührten Städten in Bosnien-Herzegowina, Kroatien, Serbien, Mazedonien und im Kosovo. Gemeinsam mit Freimut Duve gab ich 2001 das Buch "Balkan - Jugend nach dem Krieg" heraus.

Von 2005 bis 2012 leitete ich ein Programm der deutschen Entwicklungszusammenarbeit zur sozialen und wirtschaftlichen Reintegration ehemaliger Kindersoldaten und jugendlicher Kriegsopfer im Osten der DR Kongo.

In all diesen Jahren entstanden mehrere Romane, die sich an grundsätzlichen Fragen unserer Gesellschaft orientieren. Und in allen Geschichten findet sich immer eine Figur, ein Maler oder eine Malerin, ein Karikaturist oder eine Fotografin. Die Werke dieser Künstler entstehen auch in der Realität, vor, während oder nach dem Schreiben. Fast alle beschäftigen sich mit Verschüttung und Verdrängung von Erinnerung, mit Überdeckung oder Freilegung. 2013 zeigte die Ausstellung "Enthüllungen" erstmals alle Bilder aus den ersten drei Romanen.

Immer wieder auch lasse ich in kurzen Hörstücken einzelne Figuren aus den Romanen heraustreten, lasse sie miteinander oder mit dem Autor sprechen. Das geschieht in der Regel zum spürbaren Nachteil des Autors, denn die Figuren leben auch nach ihren Geschichten weiter, und nicht selten nehmen sie dem Autor diese Geschichten übel.